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Die Digitalisierung macht den Job des Maschinenbauingenieurs kreativer und teamorientierter

Sind Sie Maschinenbauingenieur? Dann wird sich Ihre Arbeit durch die Digitalisierung massiv verändern. Sie werden neue Fähigkeiten brauchen, eine völlig neue Arbeitswelt 4.0 erleben und gefragter denn je sein!

Maschinenbauingenieure sind so etwas wie die Zugpferde des wirtschaftlichen Erfolgs in Deutschland. Das wird sich auch durch die Digitalisierung nicht ändern. Im Gegenteil: Wer diesen Beruf ausübt, wird auch in Zukunft nicht über Arbeitsmangel klagen. Denn auch smarte Fabriken brauchen Menschen, die Prozesse planen und smarte Abläufe in Gang setzen. Dennoch wird bei der Arbeit des Maschinenbauingenieurs kein Stein auf dem anderen bleiben.

Querdenker gefragt

Wer nur in seinem eigenen Teich fischt, hat schlechte Karten. Denn die Digitalisierung macht nicht vor Kompetenzgrenzen halt. Maschinenbau und IT werden eine immer engere Verbindung eingehen. Das gilt auch für die Konstruktion, die Entwicklung und die Produktion. Schon jetzt sind Künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Big Data für viele Maschinenbauingenieure keine Fremdwörter mehr.

Ein ganz heißes Thema ist zudem die Mensch-Maschine-Kooperation. Der "Kollege" Roboter wird in nicht allzu ferner Zukunft die Produktionsabläufe in der Fabrik prägen. Wie weit hier vieles schon ist, war etwa eindrucksvoll auf der MSV in Brünn, der größten Maschinenbaumesse Zentraleuropas, zu sehen. Die digitale Fabrik war hier das Thema Nummer 1. Und es geht noch weiter, denn Ingenieure am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben jetzt einen Weg gefunden, um computergesteuerte Bewegungsabläufe massiv zu verkürzen. Aktuell sind sie gerade dabei, den von ihnen konzipierten Algorithmus weiterzuentwickeln. Ihr neuer Ansatz verringert die Planungszeit für einen Bewegungsablauf von mindestens zehn Minuten auf weniger als eine Sekunde! Roboter werden daher künftig viel schneller ihre Greifwerkzeuge neuen Objekten anpassen können, um diese zu sortieren bzw. zu kommissionieren. Das dürfte in der Fertigung die für Umstellungen nötige Vorlaufzeit drastisch verkürzen.

Digitalisierung ist eine Job-Chance und kein Job-Killer

All das nimmt zwar Arbeit, eröffnet aber auch völlig neue Chancen. Es bedeutet zudem, dass v.a. Ingenieure Offenheit für das Neue und für Veränderungen mitbringen müssen. Es wird Mut brauchen, um sich ständig weiterzuentwickeln, Lust aufs Experimentieren und die Fähigkeit, sich auf noch Ungewisses einzulassen. Schon jetzt profitieren Maschinenbauingenieure in ihrer Arbeit von diesen Veränderungen und den neuen Technologien. Viele arbeiten bereits kreativer, flexibler und selbstbestimmter als früher. Grade Kreativität ist wichtig. Denn selbst die schlaueste Maschine kann nur rechnen, Muster erkennen und daraus Lösungen kreieren. Kreativ denken kann sie nicht und von sich aus neue Wege beschreiten schon gar nicht. Das kann nur der "Kollege" Mensch, der gerade im Maschinenbau durch die Digitalisierung künftig noch mehr im Team arbeiten wird.

Teamplayer sind erfolgreicher

Die Arbeitswelt 4.0 wird verstärken, was schon jetzt ein Erfolgsfaktor ist: Gut vernetzte Teams sind innovativer als Einzelkämpfer. Das Agieren und Planen in Netzwerken wird auch für Maschinenbauingenieure in Zukunft noch wichtiger werden. Das wird nicht unbedingt in den heute üblichen Bürostrukturen funktionieren, sondern in offenen Teamstrukturen auch außerhalb fester Arbeitszeiten und Räumlichkeiten.

Der für sich dahinwerkende Tüftler als Prototyp des Ingenieurs ist also längst ein Auslaufmodell, auch wenn dieses Bild in der Öffentlichkeit noch sehr präsent ist. Geniale Erfinder wie Artur Fischer mit seinen über tausend Patenten und Gebrauchsmustern gehören endgültig der Vergangenheit an. Komplexe technische Produkte können schon jetzt nur in Teamarbeit entstehen und das wird sich in der Arbeitswelt 4.0 noch weiter verstärken.

Kann ich es mir aussuchen?

Diese Veränderungen werden kommen oder sind schon da. Man kann sich also nicht aussuchen, ob man sich darauf einlassen möchte oder nicht. Während sich viele deutsche Maschinenbauer noch überlegen, ob ergänzende Roboter sinnvoll sind, ist die chinesische Konkurrenz bereits weit vorgeprescht. Wer als Maschinenbauingenieur bei diesem Prozess nicht nur Zuschauer sein möchte, muss daher selbst aktiv werden, im Unternehmen die Digitalisierung vorantreiben und sich die dafür nötigen Skills aneignen. Data Analytics, künstliche Intelligenz und Robotics werden die Branche umkrempeln und vieles in Bewegung bringen, auf das wir uns spätestens heute vorbereiten sollten.

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